Baseball: Darmstadt muss sich mit Split begnügen – 2-0 und 2-7


14. Juni 2010 - 10:33 | von | Kategorie: Sport | Artikel drucken
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Darmstadt WhippetsVon Martin Durst

Das hatten sich die Whippets am Samstag (12.06.10) anders vorgestellt: Man wollte keine Gastgeschenke verteilen und tat es doch. „Zu viele Walks und auch die vier Pickoffs, so macht man den Gegner stark und verliert dementsprechend.“, war sich der Darmstädter Trainer Thomas Könecke der Ursachen für die Niederlage im zweiten Spiel bewusst. Dass es doch noch für eine Siegteilung langte, war hauptsächlich der guten Defensive und einem auf dem Hügel überragenden Lillebo zu verdanken. Zwar konnten mit diesen Ergebnissen die Bad Homburger in der Tabelle auf Distanz gehalten werden, blickt man aber auf die anderen Begegnungen und deren Ausgänge dann wäre ein Doppelsieg wertvoll gewesen. Mainz verlor nämlich gegen Heidenheim ein Spiel und auch Ladenburg musste in Karlsruhe Federn lassen.

Lillebo wirft 2 Hit Shutout

Gute Defensive und solides Pitching auf beiden Seiten bestimmte die erste Partie des Doubleheaders am vergangenen Samstag in Darmstadt. Jason Lillebo auf Whippets Seite und Kleim für die Gäste das Duell vom Mound aus. Wenige Hits und gute Defensivleistungen beider Teams ließen das Spiel zu einem wahren Krimi werden. So schafften es beide Mannschaften nicht, sich im ersten Spielabschnitt auf dem Scoreboard zu verewigen.

Doch nach bereits zwei Aus in der unteren Hälfte des zweiten Innings, zeigten die Whippets ihren Siegeswillen. Andre Spies kam per Single auf Base, stahl das zweite und es war Rado Natchev vorbehalten, mit seinem Single die 1:0 Führung zu sichern. Lillebo, der im gesamten Spiel nur zwei Hits abgab, erledigte seinen Job weiter vorzüglich und so hieß es im Anschluss three up – three down. Doch die Hausherren hingegen hatten Blut geleckt und erarbeiteten sich durch Paddy Runkel im dritten Inning das 2:0.

Die Hornets unterdessen warteten weiter auf ihren ersten Hit des Tages, der dann auch im fünften Inning endlich auf dem Scoresheet eingetragen werden konnte. Denkbar ungünstig nur, dass dieser zum Auftakt des Spielabschnitts gelang. „Da war das Spiel auf des Messers Schneide. Da kann sich schnell mal rächen, dass wir nicht mehr Runs vorgelegt haben.“, wusste Könecke um die Brisanz der Lage und formulierte damit auch das Manko, was seinen Angriff im ersten Spiel betraf. Fakt war aber, die Darmstädter Defensive spielte weiterhin fehlerlos und auch Lillebo konnte sich aus der gefährlichen Lage befreien. Die Offensive der Hausherren versuchte im folgenden Angriffsrecht ihrem Pitcher etwas mehr Bewegungsspielraum in Form von mehr Runs zu geben, doch dies war zum einen nicht möglich und zum anderen nicht nötig. Denn zwei Baserunner – durch einen Single und einen Hit by Pitch – waren alles was die Bad Homburger Offensive noch in den letzten beiden Spielabschnitten zustande brachte. So sicherten sich die Whippets den Sieg und die Erkenntnis, dass manchmal auch zwei Runs genügen, solange Pitcher und Defensive ihre Aufgabe gut lösen.

Wieder zwei Runs – zu wenig für einen Sieg

Dass eben zwei Runs nicht immer für einen Sieg reichen, mussten die Whippets in der zweiten Partie feststellen. Dass aber neun Walks deutlich zuviel sind, dass dürfte jedem klar sein. „Da haben wir das Spiel verschenkt. Die Defensive kann noch so gut sein, gegen Walks ist sie machtlos.“, resümierte der Whippets Coach nach dem Spiel und fügte gleich bei. „Aber mit Michael Otto haben wir ja nun eine weitere Option auf der Werferposition. Sein Debüt macht Mut.“

Jason Mills versuchte es seinem Vorgänger in Spiel 1 nachzumachen und bestieg nun den Hügel für die Darmstädter. Leider war sein Bemühen nicht immer von Erfolg gekrönt und so sah man sich schnell einem 0:2 Rückstand gegenüber. Mit gutem Kampfgeist konnte jedoch im Nachschlag der Anschluss in Form von einem Run hergestellt werden. Doch Hornets-Pitcher Nobles zeigte, wie er heute als Sieger den Platz verlassen wollte. Mit seinen Pickoffs verlud er ein ums andere Mal die Darmstädter Baserunner, sicherte sich so wichtige Outs und nahm damit der Whippets Offensive den Wind aus den Segeln. „Das war ganz bitter für uns, doch auch die vielen Strikeouts haben uns heute wehgetan.“, bemängelte Könecke.

Der Knackpunkt des Spiels war jedoch das fünfte Inning. Bis dahin hatten die Whippets punktmäßig gleichgezogen. Doch nun erwachte die Offensive der Gäste. Vier Hits und fünf Walks sorgten für eine 7:2-Führung und es schien fraglich, ob sich die Whippets von diesem Schock und einem fünf Run Rückstand zwei Innings vor Schluß erholen würden. Als dann in der unteren Hälfte des fünften Innings der mittlerweile vierte Runner von Nobles „abgepflückt“ wurde, schwanden die Hoffnungen der Fans auf ein Comeback der Whippets. Es nützte auch nichts, dass Mike Otto, der im 5. Inning als Pitcher eingewechselt wurde, den Bad Homburgern keine Runs mehr gestattete, denn auch Nobles ließ der Whippets-Offensive ebenfalls kaum eine Chance, und somit war der Sieg für die Hornets gesichert und der Split das Gesamtergebnis des Tages.

Das nächste Spiel findet am 27.06. in Ladenburg statt, wo man auf den derzeitigen Tabellenzweiten trifft. Die Darmstädter erhoffen sich, dass der eine oder andere Fan die nicht all zu weite Reise antritt, um dort ihr Team zu unterstützen.

Quelle: Baseball-Club Darmstadt Whippets 1992 e.V.

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