Merck Q1/2010: Ergebnis nach Steuern mit 195 Mio EUR mehr als verdreifacht


28. April 2010 - 07:37 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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Merck KGaAAlle vier Sparten der Merck-Gruppe erzielten im 1. Quartal 2010 gesteigerte Gesamterlöse, allen voran die Chemiesparten. Damit hat das Unternehmen die weltweite Finanzkrise des Jahres 2009 gemeistert und befindet sich wieder auf Kurs.

Die Gesamterlöse des Unternehmensbereiches Pharma stiegen im 1. Quartal 2010 um 6,5% auf 1.514 Mio EUR. Ohne das Segment Konzernkosten und Sonstiges erzielte der Unternehmensbereich 72% der Gesamterlöse und 52% des Operativen Ergebnisses der Merck-Gruppe. Höhere Lizenz- und Provisionsaufwendungen hauptsächlich für Rebif und Erbitux sowie sonstige betriebliche Aufwendungen und gestiegene Ausgaben für F&E führten jedoch zu einem Rückgang des Operativen Ergebnisses dieses Unternehmensbereiches um 2,2% auf 180 Mio EUR.

Die Sparte Merck Serono steigerte im Berichtsquartal ihre Gesamterlöse um 7,0% von 1.315 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 1.407 Mio EUR. Getragen wurde das Wachstum von den zwei umsatzstärksten Produkten der Sparte, den Biopharmazeutika Rebif und Erbitux. Aufgrund des anhaltenden Währungskursrisikos in Venezuela entschied sich Merck, Transaktionen aus diesem Land zum Wechselkurs am freien Markt zu buchen.

Die Ausgaben der Sparte Merck Serono für Forschung und Entwicklung stiegen im 1. Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal zwar um 12% auf 304 Mio EUR, jedoch analog zu den nachfolgenden Quartalen des Jahres 2009. Die gestiegenen Ausgaben für F&E begründen sich in der hohen Anzahl von kostenintensiven Studien der letzten Phase der klinischen Prüfung.

Die Gesamterlöse der Sparte Consumer Health Care stiegen mit 108 Mio EUR nur leicht im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Umsatzerlöse wurden vor allem durch die Situation in Venezuela, einem der größten lateinamerikanischen Märkte der Sparte, beeinträchtigt. Neben der Entscheidung von Merck, die Transaktionen auf Basis von Wechselkursen zu Konditionen des freien Marktes zu berechnen, verbuchte die Landesgesellschaft im Januar sehr geringe Umsätze, um dem Risiko der Abwertung durch den Staat zu entgehen.

Die Gesamterlöse der Sparte Liquid Crystals (LC) stiegen im 1. Quartal deutlich um 82% von 131 Mio EUR im Vorjahresquartal auf 239 Mio EUR. Diese Steigerungen sind hauptsächlich der steigenden Nachfrage nach der neuen patentgeschützten Flüssigkristall-Technologie PS-VA (Polymer Stabilized Vertical Alignment) von Merck zuzuschreiben. Flachbildschirm-Fernsehgeräte mit PS-VA-Flüssigkristallen bieten eine bessere Qualität von bewegten Bildern, schnellere Schaltzeiten, höheren Kontrast und stärkere Helligkeit bei geringerem Energieverbrauch. Die Sparte Liquid Crystals beliefert bereits Hersteller mit Flüssigkristallmaterialien für Spezialbrillen, die für das 3-D-Fernsehen benötigt werden. Solche technologischen Fortschritte.

Die Gesamterlöse der Sparte Performance & Life Science Chemicals stiegen im 1. Quartal um 13% und erreichten ein Rekordniveau von 346 Mio EUR. Alle drei Geschäfte der Sparte und alle Regionen trugen zu diesem Wachstum bei. Dies zeigt deutlich, dass sich die Sparte von der Wirtschaftskrise in 2009 vollständig erholt hat. Die Umsatzerlöse des Pigmentgeschäfts waren im Vergleich zum Vorjahr besonders hoch, da die Nachfrage sowohl in der Automobil- als auch der Kosmetikindustrie wieder anzog. Die Produktionskapazität ist wieder voll ausgelastet und Bestandskorrekturen gingen zurück. Da die Gesamterlöse und das Bruttoergebnis stärker stiegen als die Ausgaben, konnte sich das Operative Ergebnis der Sparte im 1. Quartal von 25 Mio EUR im Vorjahr auf 55 Mio EUR mehr als verdoppeln. Die Umsatzrendite (ROS) stieg von 8,0% auf 15,9%.

Quelle: Merck KGaA

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