IHK-Umfrage Februar 2010: Exportgeschäft in Darmstadt Rhein Main Neckar zieht an


17. Februar 2010 - 14:46 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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IHK„Der Trend der vergangenen Monate setzt sich fort. Vor allem das Auslandsgeschäft kommt wieder in Fahrt“, fasst Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt, die Ergebnisse der ersten IHK-Konjunkturumfrage im Jahr 2010 zusammen. „Erstmals seit Beginn der Krise in der zweiten Jahreshälfte 2008 berichten wieder mehr Unternehmen von guten als von schlechten Geschäften. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind sehr ausgeglichen“, sagt Vetterlein. Der Dienstleistungssektor befindet sich schon wieder auf einem leichten Wachstumspfad. „Vor allem löst sich langsam quer durch alle Branchen die Schockstarre bei der Investitionstätigkeit“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter, tritt aber gleich auf die Euphoriebremse: „Eine deutliche Aufstockung der Budgets erwarten wir frühestens zu Beginn der zweiten Jahreshälfte.“

Auslandsgeschäft zieht an

Die weltweite Erholung der Volkswirtschaften wirkt sich zunehmend auf die Industrie in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar aus. Rund 40 Prozent der Industrieunternehmen erwarten eine Zunahme der Ausfuhren in den kommenden Monaten. Lage und Erwartungen sind in diesem wichtigen Wirtschaftszweig ausgeglichen. „Die Industrie hat bis auf die Investitionsgüterhersteller ganz offensichtlich das Schlimmste überstanden“, fasst Vetterlein zusammen. Von dieser erfreulichen Stimmung profitieren vor allem die unternehmensnahen Dienstleister wie Ingenieur-Büros, IT-Unternehmen und Personaldienstleister. Diesen Trend bestätigt Martin Lemhöfer, Niederlassungsleiter DIS Deutscher Industrie Service AG, Darmstadt und Mitglied der IHK-Vollversammlung: „Auch wir merken, dass es wieder aufwärts geht.“

Konsum bleibt wichtige Stütze der Wirtschaft

Der Einzelhandel macht weiterhin erfreulich gute Geschäfte. Hier decken sich die Ergebnisse der IHK weitgehend mit denen der Umfragen aus dem Herbst und Frühsommer des vergangenen Jahres. Mehr als drei Viertel der Einzelhändler beurteilen den aktuellen Geschäftsgang mit befriedigend oder gut. Ein offensichtlich gut gelaufenes Weihnachtsgeschäft und die unerwartet glimpfliche Situation auf dem Arbeitsmarkt sind für die guten Geschäfte verantwortlich. Die weitere Entwicklung beurteilen die Einzelhändler mit einiger Skepsis, vor allem, weil die Konsumstimmung sich bei einer verschlechternden Lage auf dem Arbeitsmarkt schnell drehen könnte.

Arbeitsmarkt bislang von Krise verschont

Die Lage am Arbeitsmarkt ist nach wie vor relativ entspannt, es gibt sogar einige positive Signale. Der Großteil der befragten Unternehmen kündigt nämlich an, die Beschäftigtenzahlen zumindest konstant zu halten. Elf Prozent sind sogar auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Allerdings werden im industriellen Bereich auch Mitarbeiter freigesetzt werden.

Kreditkonditionen bleiben unverändert

Wichtig für das schwierige Wirtschaftsjahr 2010 wird es sein, wie sich die Kreditkonditionen entwickeln. Eine Zusatzfrage zum Konjunkturbericht ergab, dass sich die Kreditversorgung der Unternehmen bis jetzt nicht verschlechtert hat. Die Industrie meldet etwas bessere Finanzierungsbedingungen. Hierfür sind vor allem die verbesserte Auftragslage und die damit verbundene Steigerung der Kreditwürdigkeit verantwortlich.

Quelle: IHK Darmstadt Rhein Main Neckar

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