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Ansturm auf Veranstaltungen der hobit 2010


29. Januar 2010 - 07:57 | von | Kategorie: Jugend | Artikel drucken
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hobitAuf den 14. Hochschul- und Berufsinformationstagen 2010 (hobit) haben so viele Schülerinnen und Schüler die angebotenen Veranstaltungen besucht wie nie zuvor. Inklusive Mehrfachbesuchen wurden in den rund 200 angebotenen Vorträgen rund 25.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. Das entspricht einer Steigerung von etwa einem Viertel gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt hat die hobit ihre Besucherzahl von etwa 12.000 Personen aus dem vergangenen Jahr auf hohem Niveau mindestens halten können.

Als ein Grund für die starke Zunahme der Veranstaltungsbesuche wird von den Veranstaltern die noch bessere Organisation des angebotenen Programms gesehen. So wurden nach den Erfahrungen des Vorjahres 20 der am meisten nachgefragten Veranstaltungen zweifach und dreifach angeboten. Zwei weitere Vortragssäle und eine Aktionsbühne vergrößerten zudem die hobit-Fläche.

Besonders nachgefragt bei den Veranstaltungen der TU Darmstadt waren etwa Vorträge zur Architektur, Sportwissenschaft, Materialwissenschaft, Psychologie und Elektrotechnik. Von der Hochschule Darmstadt waren insbesondere die Medienstudiengänge wie Online-Journalismus noch besser als im Vorjahr besucht. Elektrotechnik, BWL und Biotechnologie zogen ebenfalls besonders viele Interessierte an. Nach Einschätzung der Zentralen Studienberatung (TU) und des Student Service Centers (h_da) haben sich beim Studiengangsinteresse die Trends der vergangenen Jahre, unbeeinflusst von der derzeitigen Wirtschaftskrise, fortgesetzt.

Außerdem registrierten die Veranstalter eine geringere Zahl von Fragen nach den Standorten gesuchter Vorträge und Stände. Dies wurde als Hinweis auf die erfolgreiche Wirkung des ausgebauten Orientierungssystems und die erstmals nach thematischer Verwandtschaft zusammen angeordneten Studiengangs-Stände gewertet.

„Die Qualität der Stände hat sich weiter verbessert“, sagt Prof. Bernhard Meyer, Leiter des hobit-Organisationsteams. „Viele Studiengänge haben ihre Inhalte sehr interaktiv dargestellt. In diese Richtung wollen wir die hobit auch in den kommenden Jahren weiterentwickeln.“ Die Linguisten der TU Darmstadt boten ihren Standbesuchern „Russisch Brot“ an, am Informatik-Stand der Hochschule Darmstadt konnten diese über eine virtuelle Wasseroberfläche laufen. Die Architektur-Fachbereiche beider Einrichtungen zogen Besucher mit spektakulären Konstruktionen an, die sich teils über eine gesamte Fensterfront spannten. Im „Forum der Wirtschaft“ zeigten beispielsweise Berufsakademie-Studierende des Bensheimer Instrumentenhersteller Sirona wie mittels Kameraaufnahme am Computer Zahnkronen geformt und gleich mit einer angeschlossenen Maschine aus Keramikblöcken geschliffen werden können.

Für die Zukunft sieht Meyer weniger das quantitative Wachstum der hobit, die schon jetzt die Kapazitäten des Darmstadtiums ausreizt. Ziel sei vielmehr die weitere Vernetzung der hobit in der Region zur Erhöhung des Nutzens für die Zielgruppe: „Wir wollen zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern in der Region daran arbeiten, die Orientierungsfragen der hobit über Vor- und Nachbereitungen stärker in den Schulen zu verankern. Dadurch könnten die Schülerinnen und Schüler von der Messe noch mehr für ihre eigene Zukunft mitnehmen.“ Geplant seien bereits zwei Veranstaltungen für Elternbeiräte sowie Lehrerinnen und Lehrer in Vorbereitung auf die hobit 2011, Meyer weiter.

Mathias Ihrig, Studienberater an der Hochschule Darmstadt: „Wir haben bei den Gesprächen am Stand den Eindruck gewonnen, dass die hobit auch die Lernmotivation einiger Schülerinnen und Schüler fördert. Sie sehen hier, dass ihnen die große Auswahl unter den Studiengängen nur mit guten Zensuren offen steht. Da geben einige hobit-Besucher bis zum Abitur bestimmt noch mal mehr Gas.“

Jutta Klause, Studienberaterin an der Technischen Universität Darmstadt: „Die Nachfrage nach umfassender Beratung ist für viele Studieninteressierte groß. Zwar kommen einige mit ganz konkreten Fragen, viele können aber ihre Interessen noch gar nicht mit bestimmten Studienfächern in Beziehung setzen. Oft haben die Jugendlichen sehr unterschiedliche Interessen, wie Anglistik und Naturwissenschaften. Wir ermuntern dann, sich für eine Richtung zu entscheiden.“

Reinhold Stämmler, Bereichsleiter für Bildung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände in Darmstadt: „Über 3.000 Besucher nutzten die 18 Vorträge von 13 Firmen- und fünf Verbänden und das Gesprächsangebot von Personal- und Ausbildungsexperten im Kongresssaal des Darmstadtiums, um authentische Einblicke in Duale Studiengänge, Berufsperspektiven, Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und internationale Karrierechancen zu bekommen. Für die Technologieregion Südhessen und die hier ansässigen Unternehmen, Schulen und Hochschulen hat sich die hobit zu einer zukunftsweisenden und innovativen Bildungsplattform entwickelt.“

Andreas Sattler, Agentur für Arbeit Darmstadt: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Interesse an unseren Bachelorstudiengängen „Arbeitsmarktmanagement“ und „Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement“ die in Kooperation mit den Hochschulen in Mannheim und Schwerin angeboten werden. Auch die Vorstellung unserer Studierfähigkeitstests für Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften und Sprachwissenschaften kam sehr gut an. Die hobit ist in unserem Leistungsangebot ein ganz wichtiger Baustein für die Orientierung von Schülerinnen und Schüler.“

Auf der hobit waren auch Gäste aus den Darmstädter Partnerstädten zu Besuch. Sie stellten unter anderem Angebote der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, der FH Joanneum Graz, der Universität Szeged (Ungarn)und der Universität Ushgorod (Ukraine) vor. Bernd Schäfer, Büro für Städtepartnerschaften und Internationale Beziehungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt: „Wir wollen einen europäischen Beitrag zur hobit liefern und werben für Praktika, Ausbildung und Studiengänge in den Partnerstädten Darmstadts. Viele Städtepartnerschaften haben ihren Ursprung in grenzüberschreitenden Kooperationen der drei Darmstädter Hochschulen.“

Bei der hobit stellen sich Studiengänge der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und der Evangelischen Fachhochschule vor. Informationsangebote der Arbeitsagentur, südhessischer Unternehmen und weiterer Aussteller runden das breite Programm ab. 2010 präsentieren sich erstmals auch studentische und studiengangübergreifende Einrichtungen. Programm und sonstige Informationen: www.hobit.de.

Quelle: Hochschule Darmstadt

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