Neuer Heizspiegel für Darmstadt veröffentlicht: Heizenergieverbrauch ist in Darmstadt gesunken, die Heizkosten sind gestiegen


29. Dezember 2009 - 15:45 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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lokale agenda 21Trotz sinkenden Verbrauchs müssen die Darmstädter für ihre Heizkosten tief in die Taschen greifen. Durchschnittlich 820 Euro kostete das Heizen einer 70-Quadratmeter-Wohnung mit Heizöl im vergangenen Jahr. Mieter mit Erdgasheizung zahlten 680 Euro, die Heizkosten für Fernwärme betrugen 940 Euro bei gleicher Wohnungsgröße.

Das geht aus dem Heizspiegel Darmstadt 2009 hervor, den das Agenda-Büro der Wissenschaftsstadt Darmstadt gemeinsam mit der gemeinnützigen co2online GmbH und mit finanzieller Unterstützung des lokalen Energieversorgers Entega veröffentlicht.

Der Heizspiegel liefert Vergleichswerte zu Heizenergieverbrauch, Heizkosten und CO2-Emissionen für das Abrechnungsjahr 2008, getrennt nach den Energieträgern Erdgas, Heizöl und Fernwärme. Er ist einer von 45 kommunalen Heizspiegeln, die in der vom Bundesumweltministerium geförderten Heizspiegelkampagne veröffentlicht werden.

Darmstadt hatte zuletzt 2005 einen Heizspiegel für den Abrechnungszeitraum 2004 veröffentlicht. Im Vergleich dazu haben die Darmstädter vergangenes Jahr fast elf Prozent weniger Heizenergie verbraucht.

„Das Abrechnungsjahr 2004 war etwa fünf Grad kälter als das Jahr 2008,“ so Jens Bolze, Leiter des Agenda-Büros. „Daher geht die Differenz zum großen Teil auf Gebäudesanierungen und sparsameres Heizverhalten der Darmstädter zurück“, erklärt Bolze.

Trotz des rückläufigen Verbrauchs sind die Heizkosten im Vergleich zu 2004 gestiegen – um 44 Prozent bei Heizöl, 11 Prozent bei Erdgas und 29 Prozent bei Fernwärme. Die gestiegenen Energiepreise und Heiznebenkosten sind der Grund dafür.

Oberbürgermeister Hoffmann, zuständiger Klimaschutzdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt, ist sich sicher: „Unabhängig von der Entwicklung der Energiepreise besteht in vielen Wohnhäusern der Wissenschaftsstadt ein enormes Sparpotenzial. Derzeit haben nur acht Prozent der Mehrfamilienhäuser eine gedämmte Fassade. In mehr als der Hälfte der Gebäude sorgt noch ein alter, ineffizienter Heizungskessel für warme Heizkörper. Würden diese Sanierungsmaßnahmen kombiniert umgesetzt, könnte sich der Heizenergieverbrauch mehr als halbieren.“

Der Heizspiegel Darmstadt umfasst neben einem Faltblatt und Energiespar-Ratgebern im Internet auch einen kostenlosen, schriftlichen Heizgutachten-Service vom Fachmann. Das Gutachten zeigt, wo und in welchem Umfang Sanierungspotenzial besteht beziehungsweise ob die zuletzt gezahlten Heizkosten im Schnitt lagen.

Innerhalb weniger Wochen erstellt der Kooperationspartner der Stadt, die co2online gGmbH in Berlin, die Auswertung mit Empfehlungen für die nächsten Schritte.

Mieter erhalten zudem eine fachliche Stellungnahme, mit der sie ihre Vermieter über das Ergebnis der Heizkostenanalyse informieren können. Eine Nutzerbefragung hat ergeben, dass mehr als 70 Prozent der Mieter das Heizgutachten an ihre Vermieter weiterleiten. Jeder Vierte reagiert darauf hin mit mindestens einer wärmetechnischen Modernisierungsmaßnahme.

Den Heizspiegel 2009 gibt es als kostenlose Broschüre im Bürgerberatungs- und Informationszentrum,Luisenplatz 5 A, in den Bezirksverwaltungen Arheilgen, Wixhausen und Eberstadt, in den Stadthäuser Grafenstraße, Frankfurter Straße 71 und in der Bauverwaltung, Bessunger Str. 125, bei der Verbraucherzentrale Hessen e.V., Luisenplatz 6, bei der Handwerkskammer Rhein-Main, Hindenburgstraße 1, beim

Mieterbund Darmstadt, beim Infocenter der ENTEGA Vertrieb GmbH & Co. KG, bei Sparkasse Darmstadt, Rheinstraße 10 – 12, dem Agenda-Büro der Stadt Darmstadt, Frankfurter Straße 71 sowie als Download im Internet unter www.agenda21.darmstadt.de.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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