Merck, Applied Materials und die Universität Braunschweig erhalten Fördergelder für die OLED-Forschung von der deutschen Regierung


18. November 2009 - 07:24 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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Merck KGaAMerck KGaA, Applied Materials, Inc. und die Technische Universität Braunschweig (TU-BS) haben am Dienstag (17.11.09) bekannt gegeben, dass sie Fördermittel des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhalten, um Verfahren zur Senkung der Herstellungskosten von Leuchten mit organischen Leuchtdioden (OLED) zu entwickeln. Applied Materials übernimmt die Leitung des drei-jährigen Projekts namens Light InLine (LILi) und bündelt dabei seine Kräfte mit Merck, einem führenden Hersteller von Hochleistungs-OLED-Materialien, und der Technischen Universität Braunschweig, einem international anerkannten Zentrum der OLED-Forschung. Die Arbeiten am LILi-Projekt werden in den modernen Entwicklungseinrichtungen von Applied Materials im deutschen Alzenau konzentriert.

Hergestellt auf Glasplatten können OLED-Kacheln weißes Licht emittieren, das heller, gleichmäßiger und energieeffizienter als das Licht von Leuchtstofflampen ist. Damit eignen sie sich hervorragend für Deckenleuchten in Wohn- und Büroräumen. Zu den Hindernissen, die es noch zu überwinden gilt, ehe diese Technologie breite Anwendung finden kann, gehören unter anderem die begrenzte Lebensdauer, das Fehlen von Standards und die hohen Kosten. Das LILi-Projekt will diese Herausforderungen durch Entwicklung großflächiger Herstellungsverfahren mit leistungsfähigen organischen Materialien und ein effizientes Gerätedesign angehen.

„Merck verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Skalierung der komplexen organischen Verbindungen, die für eine stabile und kostengünstige Herstellung von OLEDs wesentlich sind“, so Dr. Udo Heider, Leiter des Merck-Geschäftsbereichs Flüssigkristalle/OLED. „Das LILi-Projekt ist eine großartige Chance für uns, neue organische Materialien in modernen Fertigungsanlagen zu testen, um ihre Haltbarkeit und Eigenschaften auf großflächigen Substraten zu validieren.“

„Halbleiterleuchten sind ein wichtiges Element für eine energieeffiziente Zukunft“, erklärte Dr. Mark Pinto, Senior Vice President, Corporate Chief Technology Officer und General Manager der Energy and Environmental Solutions Organization von Applied Materials. „Die OLED-Technologie passt sehr gut zu unseren Anlagen, die wir für die Herstellung von Flachbildschirmen einsetzen. Wir haben bereits ein System konfiguriert, das sich gegenwärtig bei einem führenden europäischen Leuchtenhersteller in der Pilotproduktion befindet. Durch das LILi-Projekt hoffen wir, diese Technologie weiter optimieren zu können, um die Qualität zu steigern und die Kosten für OLED-Beleuchtungsanwendungen zu senken.

„Innovation in Sachen OLED-Technologie ist einer der Schwerpunkte unseres Instituts“, so Professor Wolfgang Kowalsky von der TU-BS. „Wir freuen uns, zusammen mit Merck und Applied Materials als unseren Partnern zu untersuchen, wie unsere neuen hoch effizienten OLED-Leuchtmittelstrukturen sich in einer industriellen Produktionsumgebung verhalten.“

Die Gesamtkosten des OLED-Projekts belaufen sich auf etwa 7,49 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird Finanzmittel von rund 3,26 Millionen Euro bereitstellen, während die Partner aus der Industrie rund 4,23 Millionen Euro beisteuern. Das Förderprojekt (FKZ 13N10611) ist Teil der BMBF-Initiative „OLED 2 – Organische Leuchtdioden – Phase 2“, mit der die kooperative Forschung zu diesem Thema unterstützt und die OLED-Herstellung in Deutschland gefördert werden soll. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts unter www.liliproject.com.

Quelle: Merck KGaA

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