Südlicher Johannesplatz wird umgestaltet


19. Juni 2009 - 08:16 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Modell Johannesplatz„Die Umgestaltung des südlichen Johannesplatzes in eine öffentlich nutzbare Grün- und Platzanlage ist eine wesentliche Schwerpunktmaßnahme des städtischen Investitionsprogrammes „Wohnumfeldnahe Grünanlagenumgestaltung“. Darauf hat Darmstadts Grünflächen- und Umweltdezernent, Stadtrat Klaus Feuchtinger, am Donnerstag (18.06.09) bei der Vorstellung der Rahmenplanung hingewiesen.

Die Gesamtbausumme für diesen ersten Bauabschnitt des Johannesplatzes beläuft sich nach Feuchtingers Angaben auf rund 300.000 Euro. Zwei Drittel hiervon werden durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt finanziert, ein weiteres Drittel steuert die Ev. Johannesgemeinde Darmstadt mit Unterstützung des Dekanats Darmstadt-Stadt und des Fördervereins Initiative Johannesplatz e.V. bei.
Mit weiteren 25.000 Euro von städtischer Seite wird das historische Mosaikpflaster in den Gehwegbereichen restauriert.
„Nicht nur dieses Finanzierungskonzept spiegelt das gemeinschaftliche Engagement aller Beteiligten wieder, vorausgegangen ist außerdem eine intensive Planungsphase, in der Ideen und Vorstellungen miteinander abgeglichen wurden und in das jetzt vorliegende Planungskonzept mündeten“, blickt Stadtrat Feuchtinger auf den intensiven Meinungsbildungprozess zurück.

„Bereits im Jahre 2003 wurde von städtischer Seite ein Planungskonzept für den Johannesplatz vorgelegt, die Finanzierung zur Umsetzung der Umgestaltung konnte jedoch nicht sichergestellt werden, sodass der Planungsprozess stecken blieb und keine abschließenden Abstimmungen erfolgen konnten“, erinnert der Stadtrat.

2008 erhielt das Projekt neue Schubkraft, zum einen durch die Initiative Johannesplatz, die sich seit ihrer Gründung 2007 intensiv um die Sanierung des Johannesplatzes bemüht und auch mit Arbeitseinsätzen tätig ist, zum anderen durch die Bereitstellung von städtischen Haushaltsmitteln zur Verbesserung der Unterhaltung des Johannesplatzes. So konnten erste Maßnahmen auf dem Platz zusammen mit der Evang. Johannesgemeinde Darmstadt umgesetzt werden, die Eigentümerin der Platzanlage ist und sie auch weiterhin der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen wird.

Im November 2008 gab es eine Planungswerkstatt mit allen Beteiligten im Gemeindehaus der Johannesgemeinde Darmstadt, bei der in verschiedenen Arbeitsgruppen Konzepte für den Johannesplatz und seine Umgebung entwickelt wurden. Feuchtinger: „Diese Planungsvorschläge wiesen deutliche Gemeinsamkeiten auf. In den Konzepten wurde der südliche Platzteil als eine aktive Zone für Veranstaltungen der Kirche und für bürgerschaftliche Nutzung definiert, wohingegen der nördliche Platzbereich mit den heute schon vorhandenen Rasenflächen eine ruhige Aufenthaltszone bleiben soll. Auch die historischen Bezüge in dem Gründerzeitviertel und die Sichtachse auf das Kirchenportal waren wiederkehrende Leitideen.“

Die Ergebnisse dieser Planungswerkstatt wurden dann in weiteren Gesprächen zusammengeführt zu dem jetzt vorliegenden Konzept, das von allen Beteiligten getragen wird und folgende Eckpunkte beinhaltet:

Erhalten bleibt der Rahmen rund um den Platz zum städtischen Straßenraum hin, die umlaufende Lindenallee kann nach Süden noch ergänzt werden, das Mosaikpflaster mit den eingelassenen Ornamenten bleibt bestehen. Im Norden könnte langfristig der Gehweg hinter die Baumreihe zur Kirche hin verlegt werden, so dass direkt von der Alicenstraße aus das Senkrechtparken möglich wird. Der ehemalige Spielplatz in der Nordwestecke, der nicht mehr genutzt und angenommen wird, kann als Aufenthaltsbereich mit einer wassergebundenen Decke gestaltet werden. Rund um die Johanneskirche soll ein wassergebundener Weg verlaufen und zur Kirche zu einem seitlichen Eingang hin ein behindertengerechter Zugang geschaffen werden.

Die Südspitze soll dauerhaft als kleiner Quartiersplatz mit einer einheitlichen Pflasterung umgestaltet werden, die sich von den übrigen Straßenräumen absetzt. Auch die Kreuzungsbereiche im Norden mit der Alicenstraße können durch eine Pflasterung verkehrsberuhigt werden.

„Die genannten Maßnahmen zählen zu den weiteren Bauabschnitten, jetzt realisiert wird zunächst der südliche Platzbereich vor der Kirche, der Raum bieten soll für die verschiedenen Nutzungen und Aktivitäten, die sich jetzt bereits auf dem Platz bewährt und etabliert haben und seine Lebendigkeit im Johannesviertel ausmachen.“, so Stadtrat Feuchtinger. „Kernstück ist ein großer gepflasterter Platz vor der Kirche, an den nach Süden hin eine Rasenfläche anschließt, die auch Kinderspielmöglichkeiten beinhalten soll. Vorhandene Bäume lassen sich gut integrieren. Zwischen Rasenfläche und Pflasterfläche kann eine Bank angeordnet werden, die die Sichtachse auf die Kirche nicht behindert. Den Rahmen für die beiden Teilbereiche bildet eine randliche Hecke, die überschaubar sein soll, den davor stehenden Bänken an dem umlaufenden wassergebundenen Weg aber auch als Rückhalt dient.“

Dieses Konzept ist vom Grundsatz zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Initiative Johannesplatz und der Johannesgemeinde abgestimmt, weitere Detaillierungen wie etwa zu den Heckenpflanzungen, zu den Bankmodellen, zu den Oberflächenmaterialien wie Art des Pflasters oder Wiederverwendung des vorhandenen Natursteinpflasters werden erst im Laufe der weiteren Planung geklärt und weiterhin in enger Kooperation abgesprochen.

Bevor allerdings weitere Planungsschritte vorgenommen werden, wird das Planungskonzept zunächst öffentlich im Johannesviertel vorgestellt, sodass die Anwohner und Nutzer die Möglichkeit haben, sich über die Planung zu informieren und Anregungen zu diesem Bauabschnitt oder dem gesamten Rahmenkonzept abzugeben.

Dieser Informationstermin ist für den den 8. Juli 2009 (Mittwoch) um 18:30 Uhr, im Gemeindehaus der Evang. Johannesgemeinde, Kahlertstraße 26, vorgesehen.
Zu der Vorstellung des Planes zur Umgestaltung des Johannesplatzes sind alle Interessierten aus dem Johannesviertels eingeladen.

Quelle & Bild: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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