Dachterrassen-Gespräche: Kunst wirkt auf die Stadt


12. Juni 2009 - 07:48 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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Im Juni 2009 veranstalten das Zentrum für Kunst und Natur e.V. und der Forschungsschwerpunk „Stadtforschung“ der TU Darmstadt im Rahmen der Ausstellung „Stadtluft macht frei – Vogelfrei 8“ eine Serie von Vorträgen und Gesprächen auf der Dachterrasse des Darmstadtiums. Die Dachterrassen-Gespräche mit dem Titel „Stadtluft regt an“ finden jeweils um 18.00 Uhr statt und beschäftigen sich mit der Wechselwirkung von Kunst zu Landschaft, Stadt, Aussicht, Parks, Klang in der Stadt und Spaziergangswissenschaft. Die Gespräche werden moderiert von Ute Ritschel, Kuratorin Vogelfrei, und Dr. Peter Noller, Forschungsschwerpunkt Stadtforschung. Der Eintritt zu diesen Gesprächen ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist jeweils um 17.50 Uhr am Infostand der Ausstellung „Stadtluft macht frei“ im Foyer des Darmstadtiums. Der Aufgang zur Dachterrasse ist nur in der Gruppe möglich.

Am Samstag, den 13. Juni 2009, sprechen Prof. Dr. Martina Löw, TU Darmstadt, und Dr. Matthias Arning, Lokalredakteur bei der Frankfurter Rundschau, über „Die Zukunft der Städte. Handlungsperspektiven und Visionen“. Lokalredakteure sind sehr genaue Kenner von Stadtszenerien. Matthias Arning kennt die Konzepte, die für die Städte im Rhein-Main-Gebiet erarbeitet werden, die wichtigsten Akteure und auch die politischen Blockaden. Im Gespräch mit der Stadtsoziologin Martina Löw diskutiert er die neuen Herausforderungen für die Städte der Region und lotet bürgerschaftliches Engagement aus. Mit der Soziologin und dem Journalisten treffen zwei Beobachter aufeinander, die zu begreifen versuchen, was in der Stadt vor geht und was sie von sich verrät.

Am Donnerstag, den 18. Juni 2009, diskutieren Michael Toyka-Seid von der TU Darmstadt mit dem Klangkünstler Nikolaus Heyduck über „Stadtklänge“. Die Geräuschkulisse der Stadt des 21. Jahrhunderts unterscheidet sich in vieler Hinsicht von der früherer Zeiten: Tier- und Naturlaute oder menschliche Signalrufe, die den Hörraum der vorindustriellen Stadt bestimmten, sind im Getöse der modernen Stadt untergegangen. Technisch produzierte Geräusche machen heute den überwiegenden Teil des städtischen „Soundscape“ aus, Reservate der Stille, wie sie nicht nur Geistesschaffende, sondern beispielsweise auch Singvögel benötigen, sind im allgegenwärtigen urbanen Geräuschchaos verloren gegangen. Als Ort der industriellen Produktion und des Massenverkehrs, als Raum der Unterhaltung und der Verdichtung menschlicher Beziehungen produziert die Stadt in stetig steigendem Maße Auseinandersetzungen zwischen Geräusch-Emittenten, d.h. Krachmachern, und Stillesuchenden. Stadtluft regt also nicht nur an, sie kann auch erhebliche „Aufregung“ hervorrufen.

Die Vizepräsidentin der TU Darmstadt Petra Gehring und der Künstler Gerhard Lang diskutieren am Samstag, den 27. Juni 2009, über „Der Himmel der Stadt“. Vom Himmel der Stadt zu reden, heißt nicht nur den Blick nach oben zu wenden. Gehring und Lang diskutieren über Fragen wie: Was heißt überhaupt Himmel und wie weit reicht er? Wie stehen Tag- und Nachthimmel zueinander? Ist der Himmel über allen Städten ein und derselbe? Und schließlich: Erkennt man Städte an ihrem Himmel? Gibt es „den“ Himmel „dieser“ Stadt?

Quelle: TU Darmstadt

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