Gesamterlöse von Merck unverändert bei 1,9 Mrd €


27. April 2009 - 07:32 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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Merck KGaADie Merck-Gruppe hat im 1. Quartal 2009 alles in allem solide Ergebnisse erzielt. Aber Merck ist keine Insel. Die Rezession beeinflusst auch die Ergebnisse des Unternehmens, vornehmlich des Unternehmensbereichs Chemie. Das 1. Quartal 2009 wird zudem mit dem sehr starken Vorjahresquartal verglichen.

Die Gesamterlöse lagen im 1. Quartal mit 1.854 Mio € auf Vorjahresniveau. Die Lizenzerträge, überwiegend von Merck Serono, stiegen im 1. Quartal um 31% auf 97 Mio €. Das Bruttoergebnis blieb im Berichtsquartal konstant bei 1.397 Mio €.

Das Operative Ergebnis der Gruppe sank um 45% auf 198 Mio €, was vor allem auf den Rückgang des Operativen Ergebnisses bei Chemicals zurückzuführen ist. Zusätzlich erhöhten sich die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung hauptsächlich aufgrund gestiegener Kosten für klinische Studien der letzten und aufwendigsten Prüfphase um 8,8% auf 313 Mio €. Auch die Marketing- und Vertriebskosten für neue Arzneimittel erhöhten sich. Die mit dem Erwerb von Serono im Jahr 2007 zusammenhängenden Belastungen von Merck für Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte beliefen sich im 1. Quartal auf 147 Mio €, was einer Steigerung um 4,9% gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht – dies liegt vor allem in der Währungsumrechnung aus Schweizer Franken begründet.

Das um die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Integrationskosten für Merck Serono bereinigte Operative Ergebnis (Core Operating Result) ging im ersten Quartal 2009 um 32% auf 343 Mio € im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück.

Die Umsatzrendite (ROS: Operatives Ergebnis/Gesamterlöse) der Gruppe sank von 19,4% im Vorjahresquartal auf 10,7% im Berichtsquartal. Der Free Cash Flow (FCF) belief sich im 1. Quartal 2009 auf 164 Mio € gegenüber 211 Mio € im Vorjahresquartal. Die Steigerung des FCF der Sparte Merck Serono um 41% konnte die Rückgänge bei den anderen Sparten nicht ausgleichen.

Merck verbuchte im 1. Quartal 2009 Sondermaßnahmen in Höhe von -69 Mio €, in denen eine Rückstellung in Höhe von 70 Mio € enthalten sind, um Kosten in Zusammenhang mit der Aussetzung der Marktzulassung für das Psoriasis-Mittel Raptiva® abdecken zu können, sowie eine Anpassung in Zusammenhang mit einer früheren Sondermaßnahme in Höhe von 1,2 Mio €. Das Vorjahresquartal war frei von Sondermaßnahmen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging daher im 1. Quartal 2009 um 64% von 360 Mio € im Vorjahresquartal auf 129 Mio € zurück. Das Finanzergebnis von Merck hielt sich auf relativ niedrigem Niveau, stieg jedoch im 1. Quartal aufgrund höherer Zinszahlungen um 14% auf -35 Mio €.

Die Steuerquote von Merck vor Sondermaßnahmen belief sich im Berichtsquartal auf 24,7% gegenüber 26,4 % im Vorjahresquartal. Das Ergebnis nach Steuern betrug im 1. Quartal 2009 60 Mio € im Vergleich zu 243 Mio € im Vorjahresquartal.

Zum Stichtag 31. März 2009 beschäftigte Merck weltweit 32.700 Mitarbeiter und damit 100 Mitarbeiter beziehungsweise 0,3% weniger als zum Ende des Geschäftsjahres 2008 (32.800).

Quelle: Merck KGaA

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