Neue Wege für Arheilgen: Gleichrichterstation erhält Fassade aus Torfbrandklinker


14. April 2009 - 07:24 | von | Kategorie: Pressemitteilung, Verkehr | Artikel drucken
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BaustellenschildDie Bauarbeiten vor der alten HEAG-Halle gehen dem Ende entgegen. Im Rahmen der Neugestaltung wurde für die Versorgung von Straßenbahn und Ortskern eine neue Gleichrichterstation notwendig. Jetzt bekommt sie ein der Umgebung angepasstes Äußeres. Die Bauarbeiten für die Verklinkerung der neuen Umspannstation haben begonnen.

In der Vergangenheit sei die Halle durch eine Mauer von der Frankfurter Straße abgegrenzt gewesen, erklärt Wolfgang Langner, Denkmalschutzbeauftragter der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die vor der Halle liegende Fläche war durch die Klinkermauer von der Straße aus nicht direkt einsichtig. Die neue Umspannstation stehe im Schutze der nun wiedererrichteten Mauereinfriedung. Von der Frankfurter Straße aus hat sich damit die Sicht auf das Grundstück nicht wesentlich verändert.

Der Bau einer neuen Gleichrichterstation war durch den neuen Vollversorgermarkt notwendig geworden, der ab Herbst im Zentrum Arheilgens gebaut wird. Der Standort der neuen Stromversorgung wurde lange Zeit diskutiert. Die schwierige Zufahrt zur denkmalgeschützten HEAG-Halle schloss die Integration der Transformatoren in die Halle selbst aus. Auch aus Sicht des Denkmalschutzes war eine Errichtung in der Halle problematisch. Wegen zu erwartender Grundwasserproblematiken wurde auch eine unterirdische Stromversorgungsanlage ausgeschlossen. Der Gleichrichter hätte in diesem Fall abgedichtet werden müssen. Neben den zu erwartenden höheren Kosten wäre das Bauvorhaben kompliziert geworden.
Verschiedene Vorschläge wurden geprüft, bis die Stadt sich für den Bau südwestlich der historischen HEAG-Halle entschied. Aufgrund des gewählten Standorts wurde in Absprache mit dem Denkmalschutz eine der Umgebung angepasste Verkleidung entwickelt.

„Normalerweise werden Gleichrichter als unverkleidete Betonbauten im Stadtgebiet errichtet“, erklärt Langner. Die neue Fassade besteht aus Torfbrandklinkern, die unter hohen Temperaturen gebrannt werden. „Mit der Errichtung der neuen Hülle aus roten Klinkersteinen bekommt die Gleichrichterstation eine lebendige Oberfläche, die in verschiedenen Rottönen schimmert. Das Gebäude erhält mit der Klinkerfassade ein Äußeres, das an die historische Umgebung angepasst ist, “ erläutert Langner. Mit einem flachen, abgewalmten Satteldach aus Zinkblech und anthrazitfarbenen Türen präsentiert sich die neue Station nach Abschluss der Bauarbeiten als dezenter Industriezweckbau. Hinter der Mauer an der Frankfurter Straße fügt sie sich in ein Ensemble roter Klinkergebäude ein.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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