Internationaler Frauentag am 8. März 2009


5. März 2009 - 14:15 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Innenstadtaktion zum Equal Pay Day und zweites Frauen-Stadt-Gespräch im  Justus-Liebig-Haus als Höhepunkte

Der Internationale Frauentag am 8. März ist in jedem Jahr das Herzstück frauenpolitischer Aktivitäten. Höhepunkte sind 2009 eine Podiumsdiskussion am 8. März von 10:30 Uhr bis 13 Uhr im Justus-Liebig Haus, Große Bachgasse 2, und eine Innenstadtaktion des Frauennetzwerkes zum bundesweiten Equal Pay Day am 20. März ab 13 Uhr in der Wilhelminenstraße. Beide Veranstaltungen stellen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und des demografischen Wandels auf das Berufsleben von Frauen und die Forderung nach gleichem Lohn für gleichwertige Arbeit ins Zentrum.
Rund um den Internationalen Frauentag finden vom 6. bis 20. März unterschiedlichste Veranstaltungen statt, die das Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt bündelt und veröffentlicht. Weitere Informationen gibt es im Frauenbüro unter Telefon 01651/13-2340 oder im Internet unter www.frauenbuero.darmstadt.de 

„Eigenes Einkommen sichert die autonome Existenz von Frauen und gibt ihnen Unabhängigkeit, Freiheit und Einfluss, denn Gleichberechtigung beginnt im Geldbeutel“, so Stadtrat und Frauendezernent Jochen Partsch. Partsch weiter: „Deshalb beginnt unser Engagement bereits bei der Förderung und Unterstützung junger Frauen bei der Wahl eines Ausbildungs- oder Studienplatzes. Der Girls’Day ist dabei ein sehr erfolgreiches Instrument. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen uns, dass in Zeiten von Wirtschaftskrisen insbesondere Frauen zu den Verlierern gehören: Frauen werden aus ihren meist ohnehin schon schlechter bezahlten Jobs in noch prekärere Arbeitsverhältnisse oder in die Arbeitslosigkeit gedrängt. Hier müssen wir gegensteuern. In Darmstadt leben derzeit fast 72.000 Frauen, das sind 51 Prozent der Bevölkerung. Deshalb muss Stadtpolitik Frauenpolitik und frauenpolitische Infrastruktur als Querschnittsaufgabe mitdenken.“

Wirtschaftskrise, demografischer Wandel und moderne Frauenpolitik werden auch Kernthemen des Frauen-Stadt-Gespräches am 8. März im Justus-Liebig Haus sein. An der Podiumsdiskussion beteiligen sich Cordula Schulz-Asche (Landesvorsitzende/sozial- und frauenpolitische Sprecherin Bündnis 90/Grüne), Brigitte Zypries (Bundesjustizministerin), Gisela Wülffing (Stabsstelle Frauenpolitik im hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit), Linda Kagerbauer (Sprecherin Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik Hessen) sowie Darmstadts Stadtrat und Frauendezernent Jochen Partsch. „Es geht bei der Podiumsdiskussion um die zentrale Frage, welche ökonomischen Maßnahmen die Rechte von Frauen fördern und die soziale, wirtschaftliche, politische und kulturelle Gleichstellung der Geschlechter ermöglichen,“, so Sabine Eller, Frauenbeauftragte der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die die Moderation übernimmt.

Frauen verdienen im bundesweiten Durchschnitt dreiundzwanzig Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Deshalb fordert der bundesweite Equal Pay Day am 20. März die faire Bewertung der Arbeitsleistungen von Frauen und gleiche Verdienstchancen für beide Geschlechter. Auf Initiative des Frauenbüros präsentiert das Darmstädter Frauennetzwerk ab 13 Uhr in der Wilhelminenstraße eine Innenstadtaktion und thematisiert Problemfelder wie Einkommen in typischen Frauenberufen, prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeiterwerbsarbeit, unbezahlte Haus- und Familienarbeit, finanzielle Folgen von Trennung und Scheidung, Verschuldung und Altersarmut.

Flyer (PDF)

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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